Bringt uns das wirklich Aufträge, oder ist das nur Papier?
Ein Zertifikat gewinnt keine Ausschreibung. Es sorgt dafür, dass Ihr Angebot überhaupt gewertet wird. Der Unterschied ist gewaltig: Ohne den geforderten Nachweis wird Ihr Angebot ausgeschlossen, bevor jemand auf den Preis schaut.
Umgekehrt heißt das auch: Wenn in Ihrer Branche niemand danach fragt, brauchen Sie es nicht. Schicken Sie uns den Fragebogen oder die Ausschreibung, dann sagen wir Ihnen ehrlich, ob es sich für Sie lohnt.
Können wir mit dem Zertifikat an öffentliche Aufträge kommen?
Ja, und für viele Betriebe ist genau das der Grund. Bund, Länder und Kommunen vergeben jährlich Aufträge in dreistelliger Milliardenhöhe, ein erheblicher Teil davon über Verfahren, in denen ein Qualitätsmanagementsystem gefordert wird.
Das Zertifikat ist dabei die Eintrittskarte, nicht die Garantie. Angebot, Preis und Referenzen müssen weiterhin stimmen. Aber ohne die Eintrittskarte kommen Sie nicht in den Raum, in dem darüber entschieden wird.
30 Tage – geht das wirklich?
Ja, unter drei Bedingungen. Erstens muss ein Ansprechpartner erreichbar sein, der Rückfragen binnen zwei Werktagen beantwortet. Zweitens muss ein Audittermin frei sein – den reservieren wir am ersten Tag statt am letzten, deshalb klappt es. Drittens geht es um einen Standort und eine Norm; bei mehreren Betriebsstätten oder kombinierten Normen dauert es länger, und das sagen wir vorher.
Was die 30 Tage kostet, ist fast immer dasselbe: Unterlagen, die drei Wochen liegen bleiben. Deshalb fragen wir im Erstgespräch, wer bei Ihnen antwortet, wenn der Geschäftsführer im Urlaub ist.
Wenn es bei Ihnen länger dauert, sagen wir das vorher und nennen einen ehrlichen Termin. Ein Versprechen, das wir nicht halten können, nützt Ihnen nichts – und uns erst recht nicht.
Was kostet das?
Das hängt an zwei Dingen: wie viele Menschen bei Ihnen arbeiten und wie viel bei Ihnen schon dokumentiert ist. Beides sehen wir im Erstgespräch in einer Viertelstunde. Danach bekommen Sie einen Festpreis, der bis zum Zertifikat hält.
Wir nennen hier bewusst keine Tabelle. Ein Betrieb mit zwölf Leuten und sauberen Abläufen ist ein anderer Fall als einer mit zwölf Leuten und drei Standorten. Was wir zusagen können: keine Nachforderungen, und der Förderantrag ist inbegriffen.
Gibt es dafür Fördergeld?
Ja. Über die BAFA-Förderung für Unternehmensberatung werden 50 Prozent der Beratungskosten erstattet, in den ostdeutschen Ländern 80 Prozent. Wichtig: Der Antrag muss gestellt sein, bevor das Projekt beginnt. Wir übernehmen das für Sie.
Wie lange gilt das Zertifikat?
Drei Jahre. In Jahr zwei und drei kommt jeweils ein Überwachungsaudit, das deutlich kürzer ausfällt als das Erstaudit. Nach drei Jahren folgt die Rezertifizierung.
Was heißt akkreditiert, und brauchen wir das?
Ein Unternehmen wird zertifiziert. Die Stelle, die das Zertifikat ausstellt, wird selbst akkreditiert, in Deutschland von der DAkkS, der Deutschen Akkreditierungsstelle. Auf einem akkreditierten Zertifikat steht deren Symbol.
Das ist kein Formalkram. Öffentliche Auftraggeber verlangen nach § 49 VgV Bescheinigungen unabhängiger, akkreditierter Stellen, und Konzerneinkäufer schauen inzwischen genauso hin. Ein günstiges Zertifikat ohne dieses Zeichen wird dort nicht anerkannt. Wir richten das Projekt von Anfang an auf ein akkreditiertes Zertifikat aus.
Können mehrere Normen zusammen laufen?
Ja, und das ist meist günstiger als nacheinander. ISO 9001, 14001 und 45001 teilen sich denselben Grundaufbau. Wer sie kombiniert, macht die Arbeit einmal statt dreimal und hat am Ende ein Audit statt drei.